Loss-of-Licence Versicherung mit Einmalzahlung – Chancen & Risiken
Die Entscheidung zwischen einer klassischen Loss-of-Licence Versicherung mit laufender Monatsrente und einer LoL-Summenversicherung in Form einer Einmalzahlung beschäftigt viele Piloten, insbesondere Verkehrspiloten und Hubschrauberpiloten. Während die monatliche Rente planbare Sicherheit bei Flugdienstuntauglichkeit bietet, lockt die Einmalzahlung mit einer vermeintlich schnellen Absicherung. Doch gerade im Fall von Lizenzverlust und Verlust des Medical zeigt sich, dass die Risiken einer Einmalzahlung erheblich sein können.
Bei der LoL-Versicherung mit Rente werden laufende Kosten zuverlässig abgedeckt – unabhängig davon, ob die Fluguntauglichkeit vorübergehend oder dauerhaft eintritt. Dagegen sind Modelle mit LoL Einmalzahlung in der Praxis häufig mit Einschränkungen versehen: tendenziell steigende Beiträge mit dem Alter, Ausschlüsse bei psychischen Erkrankungen sowie starre Summen, die die finanzielle Realität von Verkehrspiloten nicht dauerhaft abbilden. Für Piloten kann sich die vermeintliche Sicherheit schnell als Lücke entpuppen.
Warum die Einmalzahlung trügerisch sein kann
Viele Angebote preisen die LoL-Summenversicherung als schnelle Lösung an: Bei Verlust der Tauglichkeitsklasse 1 oder Lizenzverlust wird eine fixe Summe ausgezahlt. Für Verkehrspiloten klingt dies zunächst attraktiv, doch die Praxis zeigt Schwächen. Eine Einmalzahlung muss ein komplettes Erwerbsleben auffangen – Fixkosten, Verpflichtungen und die eigene Vorsorge laufen weiter.
Hinzu kommt: Häufig finden sich Einschränkungen in den Bedingungen, etwa Ausschlüsse bei psychischen Erkrankungen oder eine erschwerte Leistungsprüfung. Wer allein auf die Loss-of-Licence Versicherung als Einmalbetrag setzt, riskiert Versorgungslücken – besonders, wenn nach einigen Jahren erneut Fluguntauglichkeit eintritt.
Wann die Summenversicherung zahlt – und wann nicht
Die Loss-of-Licence Versicherung mit Einmalzahlung leistet nur unter eng definierten Voraussetzungen. Gewöhnlich ist der Verlust des Medical bzw. der Tauglichkeitsklasse 1 nachzuweisen. Die Prüfung kann mehrere Monate dauern – eine Zeit, in der laufende Kosten unverändert bestehen.
Problematisch sind außerdem Ausschlusskataloge: Bestimmte Ursachen der Fluguntauglichkeit – insbesondere psychische Leiden – sind teils eingeschränkt oder ausgeschlossen. Für Piloten und Verkehrspiloten bedeutet das: Eine Auszahlung ist keineswegs garantiert.
Warum die Monatsrente überlegen ist
Die laufende Rentenzahlung einer LoL-Versicherung deckt Fixkosten planbar ab und lässt sich über eine Dynamik an Inflation und Karriereschritte anpassen. Sie ist nachprüfbar, transparent und unterstützt eine langfristige Finanzplanung – besonders wichtig bei Flugdienstuntauglichkeit.
Im Gegensatz dazu ist die LoL Einmalzahlung starr: Ist die Summe verbraucht, endet der Schutz. Gleichzeitig steigen die Beiträge solcher Modelle häufig mit dem Alter. Für Piloten ist die Rentenlösung deshalb in der Regel die robustere Absicherung gegen Lizenzverlust.
Worauf Piloten achten müssen
Entscheidend sind belastbare Klauseln: Verzicht auf Verweisung (abstrakt und konkret), transparente Nachprüfung, eindeutige Regelungen zur Mitversicherung Psyche, ein passendes Endalter sowie eine ausreichende Leistungsdauer. Diese Punkte entscheiden, ob die Absicherung im Ernstfall wirklich trägt.
Gerade im Vergleich zur LoL-Summenversicherung zeigt sich der Vorteil einer sauberen Vertragslogik: Die monatliche Rente lässt sich anpassen, etwa bei Karrieresprüngen oder steigenden Lebenshaltungskosten. Eine starre Einmalzahlung bildet solche Entwicklungen nur unzureichend ab.
Was wirklich zählt – Leistungstiefe statt Einmalbetrag
Bei der Bewertung von Angeboten sollten Piloten weniger auf die Höhe eines Einmalbetrags schauen, sondern auf die Leistungstiefe: Auslöser, Nachweise, Leistungsbeginn, Nachprüfung, Dynamiken und die Absicherung der kompletten beruflichen Laufbahn. Eine solide Rentenlösung bildet diese Dimensionen umfassender ab.
Beiträge hängen u. a. von Eintrittsalter, gewünschter Rentenhöhe, Endalter, Gesundheitsdaten sowie Einsatz-/Risikoprofil ab. Wir vergleichen Tarife transparent und zeigen, wie sich eine Flugdienstuntauglichkeitsversicherung optimal auf Ihre Situation zuschneiden lässt.
Rente statt Einmalzahlung – Praxis für Verkehrspiloten
Ein Verkehrspilot verliert unerwartet sein Medical. Mit einer LoL-Versicherung als Monatsrente werden Fixkosten verlässlich getragen – Wohnen, Unterhalt, laufende Verpflichtungen. Die Rente startet nach den vertraglichen Kriterien und lässt sich mit einer Dynamik an Preisentwicklung anpassen. Eine starre Einmalzahlung wäre in dieser Situation schnell verplant, ohne die Dauer der Fluguntauglichkeit zu kennen.
Kurzfazit für Piloten und Verkehrspiloten
Einmalzahlung (LoL-Summenversicherung)
Schneller Betrag, aber mit LückenDie Loss-of-License Versicherung als Einmalbetrag wirkt unkompliziert, ist aber starr und häufig eingeschränkt – insbesondere bei psychischen Erkrankungen. Nach Verbrauch der Summe besteht kein Schutz mehr. Beiträge steigen häufig mit dem Alter.
Empfehlung: Laufende LoL-Rente
Planbar, überprüfbar, dynamisierbarDie monatliche Rente deckt laufende Verpflichtungen ab, ist nachprüfbar und lässt sich an die Karriereentwicklung anpassen. Für Piloten und Verkehrspiloten ist sie in der Regel die überlegene Lösung bei Flugdienstuntauglichkeit und Lizenzverlust.
Wesentliche Kriterien für Piloten
Verzicht auf Verweisung
Abstrakte und konkrete Verweisung ausschließen – so bleibt die Leistung an den tatsächlichen Ausfall der Lizenz geknüpft.
Psyche mitversichert
Psychische Erkrankungen müssen klar eingeschlossen sein – sie zählen zu den häufigen Ursachen der Fluguntauglichkeit.
Keine gefährlichen Ausschlüsse
Klarheit zu Vorerkrankungen, Risikofaktoren und Nachprüfung – ohne Fallstricke, die im Leistungsfall entgegenstehen.
Stabile Vertragslogik
Passendes Endalter, ausreichende Leistungsdauer und die Möglichkeit zur Dynamik – statt starrer Einmalzahlung.
Häufige Fragen: Laufende LoL-Rente vs. Einmalzahlung
Was ist der Unterschied zwischen laufender LoL-Rente und Einmalzahlung?
Die laufende LoL-Rente zahlt monatlich bis zum vereinbarten Endalter, während die LoL-Summenversicherung nur einen festen Betrag einmalig ausschüttet. Dadurch ist die Rente planbarer, die Einmalzahlung dagegen schnell verbraucht.
Wann lohnt sich die Einmalzahlung überhaupt?
Die LoL Einmalzahlung kann höchstens als Zusatz dienen, etwa um kurzfristige Schulden zu tilgen. Für die langfristige Absicherung bei Flugdienstuntauglichkeit ist sie allein nicht geeignet.
Welche Risiken birgt die Summenversicherung?
Einmalige Beträge sind oft zu niedrig, um eine jahrelange Fluguntauglichkeit abzusichern. Zudem enthalten Policen häufig Ausschlüsse, insbesondere bei psychischen Erkrankungen. Bei erneutem Lizenzverlust besteht kein Anspruch.
Warum ist die laufende LoL-Rente die bessere Wahl?
Die Rente bietet planbare monatliche Leistungen, Nachprüfungsmöglichkeiten und Anpassungen durch Dynamik. Damit können Piloten ihre Fixkosten dauerhaft sichern – ein Schutz, den die Einmalzahlung nicht leisten kann.
Wie wirken sich Alter und Beiträge aus?
Bei der Summenversicherung steigen Beiträge mit zunehmendem Alter deutlich an, während die Leistung starr bleibt. Die laufende Rente lässt sich dagegen flexibel gestalten – in Höhe, Endalter und Dynamik.
Was passiert, wenn ich nach einer Einmalzahlung erneut fluguntauglich werde?
Die Einmalzahlung leistet nur einmal. Tritt später erneut Flugdienstuntauglichkeit ein, gibt es keine weitere Auszahlung. Die Rente zahlt dagegen auch bei wiederholtem Verlust des Medical.
Welche Rolle spielt der Verzicht auf Verweisung?
Ein Verzicht auf Verweisung stellt sicher, dass Leistungen nicht verweigert werden, weil man theoretisch einen anderen Job ausüben könnte. Für Piloten ist das in einer laufenden LoL-Versicherung besonders wichtig, bei Einmalzahlungen fehlt dies oft.
Kann die Rente an Inflation und Karriere angepasst werden?
Ja. Über Dynamiken oder Nachversicherungsgarantien kann die Rente steigen, z. B. bei Beförderung. Eine Summenversicherung bleibt dagegen statisch.
Welche Variante empfehlen Sie Piloten?
Für die allermeisten Piloten ist die laufende LoL-Rente die überlegene Wahl. Sie bietet nachhaltigen Schutz gegen Lizenzverlust und Fluguntauglichkeit. Die Einmalzahlung eignet sich höchstens als Zusatz, nicht als Hauptabsicherung.
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