Gesundheitsfragen in der PKV – was Flugberufe wissen sollten
Die korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen ist die Basis für eine saubere Annahme – unvollständige Angaben führen zu Rückfragen, Zuschlägen oder schlimmstenfalls Anfechtung. Nutzen Sie unseren Leitfaden und prüfen Sie bei Bedarf die KV‑FAQ.
Vorbereitung spart Zeit: Arztlisten, Diagnosen (Zeiträume), Medikamente, OPs/Reha, Krankschreibungen sowie Zahnbehandlungen systematisch zusammentragen. Für späteren Wechsel beachten: Anwartschaft & Optionstarife sichern Ihren heutigen Status.
Für die Einordnung empfehlen wir zusätzlich: PKV vs. GKV, Vorteile & Nachteile der PKV und die PKV‑Wechsel‑Checkliste. Wahrheitspflicht und Nachmeldepflicht bis zur Policierung gelten immer.
Welche Angaben werden abgefragt?
Erfasst werden u. a. ambulante Behandlungen (typisch 3–5 Jahre), stationäre Aufenthalte/OPs (längerer Zeitraum), Diagnosen, Medikation, Therapien (z. B. Psychotherapie), Zahnstatus und Unfallfolgen. Bewahren Sie Befunde auf und notieren Sie Zeitpunkt, Arzt und Ergebnis.
Bei Unklarheiten hilft eine Patientenakte vom Hausarzt/Facharzt. Für Zahn/Stationär lohnt der Blick auf passende Bausteine: Zahn‑ & stationäre Leistungen. Auslandsthemen klären Sie unter Weltweite Absicherung.
Planen Sie das Krankentagegeld passend zu Fixkosten und Karenzzeit: Krankentagegeld für Flugberufe. Prüfen Sie außerdem Arbeitgeberzuschuss und JAEG.
So bereiten Sie die Gesundheitsfragen vor
1) Daten sammeln: Arzt‑/Klinikliste, Diagnosen mit Datumsangaben, Medikamente, Arbeitsunfähigkeiten, Reha/Physio. Ergänzen Sie Zahnbehandlungen und geplante Maßnahmen.
2) Dokumente: Befundberichte/Arztbriefe, OP‑Berichte, Krankenhaus‑Entlassbriefe, Röntgen/MRT (Kurzbefund). Für Zahnthemen ggf. Heil‑ & Kostenplan.
3) Prüfung: Angaben mit der PKV‑Wechsel‑Checkliste abgleichen und bei sensiblen Fällen eine anonyme Voranfrage erwägen.
Was passiert bei Falschangaben?
Wesentliche Umstände müssen vollständig und wahrheitsgemäß angegeben werden. Vorsatz kann zur Anfechtung führen, fahrlässige Verletzung der Anzeigepflicht zu Leistungskürzung.
Melden Sie Änderungen bis zur Policierung nach (z. B. neue Diagnosen). Bei Unsicherheit: kurze Notiz im Antrag bzw. ärztliche Bestätigung beilegen.
Alternativen/Strategien prüfen: Anwartschaft & Optionstarife und späterer Tarifwechsel nach § 204 VVG.
Wie wirken Risikofaktoren auf den Beitrag?
BMI, Nikotin, Blutdruck und Psychotherapie können Zuschläge auslösen. Eine stabile Situation mit Arztbescheinigung verbessert oft die Annahme.
Bei längeren Krankschreibungen zählen Diagnose, Dauer, Prognose. Dokumentieren Sie Wiedereinstieg/Belastbarkeit. Tipp: Parallel Beitragsentwicklung und AG‑Zuschuss kalkulieren.
Zahnstatus realistisch planen: Zahn/Stationär. Für Auslandseinsätze: Weltgeltung.
Wenn Vorerkrankungen vorliegen
Wir prüfen Ihre Daten anonymisiert bei mehreren Gesellschaften (ohne Wagnisdatei‑Eintrag). So erhalten Sie belastbare Risikovoten und können den Tarif gezielt wählen.
Wichtig: Zahnersatz in Planung, geplante OPs/Reha und laufende Therapien immer offenlegen – inkl. Unterlagen. Dadurch vermeiden Sie spätere Rückfragen.
Nächste Schritte: Wechsel‑Checkliste durchgehen und KT‑Lücke prüfen.
Schnell zur Police – so klappt’s
Unterlagen digital bereitstellen (PDF/Scan), Gesprächsprotokolle kurz festhalten, Rückfragen zügig beantworten. So vermeiden Sie Wartezeiten in der Risikoprüfung.
Bei Arbeitgeberwechsel Bescheinigungen frühzeitig einholen (AG‑Zuschuss/JAEG). Siehe AG‑Zuschuss und JAEG.
Bei speziellen Einsatzprofilen bitte auch Systemwahl und Vor‑/Nachteile berücksichtigen.
Gesundheitsdaten strukturiert aufbereiten
Nutzen Sie unsere Checkliste und füllen Sie die Gesundheitsfragen klar, chronologisch und nachvollziehbar aus. Das beschleunigt die Annahme und verbessert die Qualität der Risikovoten.
Ergebnisse vergleichen, AG‑Zuschuss einplanen und bei Bedarf mit § 204 VVG die Zukunftsoptionen sichern.
Kurz zusammengefasst
Vorbereitung ist alles
Listen Sie Diagnosen, Behandler, Zeiträume und Zahn/Stationär sauber auf.Bei offenen Fragen: KV‑FAQ und Wechsel‑Checkliste. Ausland? Weltgeltung klären.
Wahrheitspflicht & Nachmeldepflicht
Bis zur Policierung Änderungen melden; falsche Angaben gefährden den Schutz.Optionen für später: Anwartschaft/Option und Tarifwechsel.
Gesundheitsfragen souverän meistern
Struktur & Tempo
Checkliste nutzen, Unterlagen digital – beschleunigt die Risikoprüfung.
Voranfrage
Anonymisiert bei mehreren Anbietern – bessere Entscheidungsbasis.
Passgenau
Bausteine wie KT & Zahn/Stationär richtig kombinieren.
Zukunftsoptionen
Anwartschaft/Option & § 204 VVG im Blick behalten.
Häufige Fragen & Antworten
Welche Zeiträume muss ich angeben?
Üblich sind 3–5 Jahre ambulant und ein längerer Zeitraum für stationäre Behandlungen/OPs. Details variieren je nach Gesellschaft – wir sagen Ihnen genau, was gefordert ist.
Welche Unterlagen helfen der Risikoprüfung?
Arztbriefe, OP‑Berichte, Laborwerte, Medikamentenliste, AU‑Zeiträume, Reha. Für Zahnthemen: Zahn/Stationär.
Wie trage ich Psychotherapie oder längere AU ein?
Immer Diagnose, Beginn/Ende, Therapieform und aktuellen Status angeben. Eine Stabilitäts‑/Unbedenklichkeitsbescheinigung verbessert oft die Annahme.
Was droht bei falschen oder fehlenden Angaben?
Je nach Verschulden Rücktritt/Anfechtung oder Leistungskürzung. Deshalb Änderungen bis zur Police nachmelden und Unklarheiten dokumentieren.
Was ist eine anonyme Voranfrage?
Wir übermitteln Ihre Daten ohne Namen an ausgewählte Versicherer und erhalten Risikovoten. Ideal bei Vorerkrankungen oder unsicherer Lage. Mehr dazu in den KV‑FAQ.
Wie beeinflusst der Zahnstatus die Annahme?
Geplante Zahnersatz-Leistungen, fehlende Zähne oder laufende Behandlungen offenlegen – ggf. mit Heil‑ & Kostenplan. Siehe Zahn/Stationär.
Brauche ich zwingend Krankentagegeld?
Empfohlen: Tagesleistung an Fixkosten und Karenzzeit ausrichten; Lücken mit KT‑Bausteinen schließen.
Wie geht es nach der Policierung weiter?
Beitrag und Leistungen regelmäßig prüfen; Optionen wie § 204 VVG und Beitragsentwicklung im Alter im Blick behalten.